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1. Kleine Schneidarbeiten: Schnibbeln, Putzen, Teilen

Durch die Auswahl der Klingen in unserem Sortiment kann nicht nur der Überblick schnell verloren gehen. Bei der schieren Anzahl der verschiedenen Formen kommt auch die Frage auf, ob die Vielseitigkeit überhaupt nötig ist. Schließlich wird niemand nach jedem Schnitt das Messer wechseln, weil die etwas kürzere Klinge eventuell besser dafür geeignet ist. Eine ganze Schublade voller Schneidewerkzeuge ist also meist nicht erforderlich - eine individuelle Auswahl kann die Arbeit aber ungemein erleichtern. Denn zum einen ist das passende Messer erforderlich für optimale Ergebnisse. Zum anderen können ehemals lästige Aufgaben mit dem richtigen Küchenmesser tatsächlich Spaß machen. Ganz zu schweigen davon, dass sie neue Möglichkeiten in der Küche eröffnen.

In unserem Sortiment finden sich daher zahlreiche verschiedene Klingenformen und -längen von 7 bis 36 Zentimeter. In diesem Teil unserer Schneidschule Artikelreihe geht es um das kurze Ende des Spektrums. Klingenlängen bis zu 14 Zentimeter werden hier behandelt. Zunächst ist es dabei wichtig, mit einem Irrglauben aufzuräumen:

Große Messer fürs Grobe, kurze Messer für Kleinigkeiten

Das stimmt durchaus nicht immer, denn auch kleines Schnittgut lässt sich oftmals gut mit großen Klingen bearbeiten. Im ersten Teil unseres Ratgebers dreht sich alles um Klingen mit einer Länge von bis zu 14 Zentimetern - die tatsächlich bestens für kleine Schneidearbeiten geeignet sind. Für feine Streifen, winzige Würfel und sparsames Schälen sind sie die Spezialisten.

Die passenden Wüsthof Messer im Detail:

Tourniermesser (aus dem Französischen.: tourner - drehen)

Die gebogene Klinge erinnert in der Form an einen Säbel. Das Tourniermesser selbst ist handlich, klein und kompakt. Größe und Klingenverlauf machen diese Messervariante ideal zum Putzen und Schälen von rundem Gemüse und Obst. Äpfel und Erdäpfel, Mangos und Papayas aber auch Kiwi und Co. lassen sich mit dem Tourniermesser also besonders leicht und schnell bearbeiten. Der Schnitt ist dabei nicht nur sparsam, sondern auch gesund. Immerhin sitzen die meisten Vitalstoffe direkt unter der Schale einer Frucht. Neben dem genannten glatten Schnittgut lassen sich auch schwierigere Lebensmittel wunderbar mit den Schälmessern bearbeiten. Unebene Oberflächen und harte Stiele, wie sie beispielsweise bei Ingwer und Artischocken gegeben sind, lassen sich mit dem Tourniermesser ebenso entfernen wie Augen und Druckstellen in Kartoffeln. Die glatte Schneide und die kleine Spitze eröffnen zudem weitere Möglichkeiten und ein besonders präzises Arbeiten. Ob Aushöhlen oder Dekorieren - mit dem Schälmesser werden derlei Aufgaben leichter.

Gemüsemesser mittelspitz

Klein, schlank, kompakt - das auch als Spickmesser bekannte mittelspitze Gemüsemesser ist ein vielseitiges Schneidewerkzeug und gehört dringend in jede Küche. Die Klinge ist schmal und verhältnismäßig gerade, wodurch sich das Messer vor allem zum Schneiden von Knoblauch, Zwiebeln, Kräuter und Gemüse eignet. Allerdings lässt sich damit auch Steinobst entkernen oder Fleisch spicken.

Gemüsemesser mit gerader Klinge (Kullenschliff)

Handlich klein und mit praktischem Kullenschliff ist das Gemüsemesser mit gerader Klinge ein Allrounder in der Küche. Ganz gleich, ob Paprika und Äpfel kleingeschnitten oder Gurken und Radieschen geschnibbelt oder dekorative Formen erzielt werden sollen - das Gemüsemesser mit Kullenschliff macht die feinen Arbeiten zum Vergnügen und stellt eine erhebliche Erleichterung dar.

Bei den "Kullen" handelt es sich um gleichmäßige Vertiefungen auf der Klinge. Diese erzeugen ein Luftpolster zwischen der Klinge und dem Schnittgut. Durch sie bleiben feuchte und dadurch klebende Lebensmittel nicht an dem Messer haften, sondern gleiten leichter davon ab. Wer sich schon einmal über Gurkenscheiben geärgert hat, die erst an der Klinge haften und im Anschluss über die Arbeitsplatte rollen, wird hierin einen deutlichen Vorteil erkennen.

Aufschnittmesser

Etwa 14 Zentimeter lang ist die Klinge dieser Variante. Dadurch gehört sie bereits zu den mittelgroßen Messern. <br>
Aber nicht nur hierin unterscheidet es sich von den bisher vorgestellten Messern. Auch sein Wellenschliff setzt es von anderen Küchenmessern ab. Die wellenförmige Klinge eignet sich bestens für Lebensmittel mit harter Schale, fester Haut oder knuspriger Kruste. Hartwurst, härtere Käsesorten und Brot lassen sich wunderbar einfach damit schneiden. Damit ist das Aufschnittmesser ein idealer Helfer beim Frühstück, zur Brotzeit oder beim Brunch.

Tomatenmesser

Wenn der Name auch anderes vermuten lässt, durch seinen Wellenschliff ist das Tomatenmesser durchaus nicht nur für das saubere und glatte Schneiden von Tomaten bestens geeignet. Von Aubergine bis Zucchini schneidet diese Messervariante wunderbar durch weiches Obst und Gemüse mit fester oder empfindlicher Schale. Nektarinen, Pflaumen, Pfirsiche, Schoten, Cocktailkirschen fruchtige Dekorationen - die wellenförmige Schneide findet schnell Halt und gleitet glatt durch das Schnittgut. <br>
Ein praktisches Detail ist auch die gegabelte Spitze. Mit dieser lassen sich einzelne Scheiben und Stücke aufnehmen, was Schnibbelarbeiten wiederum vereinfacht.

Im Folgenden stellen wir Messer vor, die eigentlich den großen Varianten zugeordnet werden. In unserem Sortiment bieten wir aber auch Ausführungen dieser Arten an, die eine kürzere und breite Klinge aufweisen. So finden sich beispielsweise Kochmesser mit Klingenlängen von 12 und 14 Zentimetern, ebenso wie ein Santokumesser mit einer 14 Zentimeter langen Klinge.

Kochmesser

Das Kochmesser darf in keiner Küche fehlen, schließlich ist es ein vielseitiger Alleskönner. Das gilt vor allem für Gemüse, Obst und Kräuter. Durch die breit gehaltene und geschwungene Klinge bietet es sich zur Anwendung der Wiegetechnik an. Feine Arbeiten, wie Würfeln, Bâtonnets und Juliennestreifen erleichtert das Kochmesser ebenfalls. Als vielseitiges und dadurch wichtigstes Messer für die Küche hat das Kochmesser ein eigene Seite erhalten. Auch wenn nur eine kleine Grundausstattung für das gelegentliche Kochen angeschafft werden soll: Das Kochmesser sollte dringend dabei sein.

Santoku

Der japanische Begriff Santoku steht für drei "Tugenden": San = drei, Toku = Tugenden. Der bezeichnende Name ist Programm. So kann das Santoku beim Schneiden von Fleisch, Fisch und Gemüse glänzen. Trotz der größeren Ausmaße ist das Santoku ein Messer fürs Feine. Bewährt mit Kullenschliff und einer besonders schmalen Wate eignet es sich hervorragend für sehr dünnes, weiches und klebriges Schnittgut, das durch die Besonderheiten des Santokumesser nicht an der Klinge haften bleibt. Die breite Form der Klinge hält ebenfalls einige Vorzüge bereit. Mit ihr lassen sich geschnittene Lebensmittel sehr einfach aufnehmen und transportieren oder auch flach drücken. Zudem lässt sich aufgrund der Breite einfacher ein Sicherheitsabstand zwischen Fingern, Schneideunterlage und Schnittgut einhalten.